Teil der Unternehmenskultur: Diversity Management ist im Mittelstand angekommen

·        Studie „Triebwerk des Erfolgs – der deutsche Mittelstand im Fokus“: Mittelständler setzen auf Diversity im Unternehmen

·        Höhere Produktivität und mehr Innovationskraft durch Vielfalt 

Diversity Management wirkt sich nicht nur generell positiv auf die Produktivität, das Unternehmens-Image und die Mitarbeiterzufriedenheit eines Unternehmens aus, sondern die Förderung der Vielfalt ist auch besonders häufig bei den Mittelständlern zu finden, die jährlich ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent erzielen. Das geht aus der diesjährigen Studie von GE Capital „Triebwerk des Erfolgs – der deutsche Mittelstand im Fokus“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn hervor.

Für die Studie, die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Folge durchgeführt wurde, sind von Februar bis März 2015 über 4.000 mittelständische Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 20 Mio. € und 1 Mrd. € sowie einer Mitarbeiterzahl zwischen 125 und 2.500 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien zu ihren Erfolgsfaktoren befragt worden. Erstmals wurde dabei erhoben, in welcher Form das Diversity Management in den mittelständischen Unternehmen gelebt wird und welchen Nutzen diese davon haben. Demnach hat bei 72 Prozent der Mittelständler die Vielfalt in der Belegschaft die Produktivität positiv beeinflusst. Zudem konnten 68 Prozent der Unternehmen durch Diversity die Mitarbeiterzufriedenheit steigern. Hier entwickelt sich oft eine ganz neue Unternehmenskultur, die für mehr Loyalität zum Arbeitgeber und damit auch für die stärkere Bindung der Fachkräfte sorgt. Bei 70 Prozent der befragten Unternehmen wirkte sich die Vielfaltförderung auch positiv auf das Image aus.

Ein ganz besonderer Spirit in den Unternehmen

Joachim Secker, CEO von GE Capital in Deutschland, über die Studienergebnisse: „Es ist erfreulich zu sehen, wie selbstverständlich Diversity Management für einen Großteil der mittelständischen Unternehmen ist. Hier wird nicht nur über die Vielfalt geredet, hier wird gehandelt. Das ist typisch Mittelstand.“ Unternehmen mit Diversity Management hätten „einen ganz besonderen Spirit“, ergänzt Secker. Dies würden die Mitarbeiter des Finanzdienstleisters GE Capital, die auf mittelständische Unternehmen spezialisiert sind (Lösungen für Factoring, Leasing, Investitionskredit, Lagerfinanzierung und Fuhrparkmanagement), auch in ihrem täglichen Kundenumgang spüren.

Chefsache Diversity gegen den Fachkräftemangel

Auch für die Rekrutierung von Fach- und Nachwuchskräften ist Diversity laut Studie ein erfolgsentscheidender Faktor. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels stellt es neben den üblichen Maßnahmen wie Employer Branding ein zunehmend wichtiger werdendes Instrument dar. Infolgedessen verfügen auch 93 Prozent der befragten Unternehmen auf mindestens einer Hierarchieebene über zuständige Mitarbeiter zur Förderung von Vielfalt. Bei 77 Prozent ist die Zuständigkeit in der Geschäftsführung angesiedelt, also Chefsache.

„In gut jedem zweiten Unternehmen werden Teams bewusst heterogen zusammengesetzt, gibt es Deutschkurse für ausländische Mitarbeiter oder barrierefreie Maßnahmen für behinderte Beschäftigte. Natürlich zielen diese Maßnahmen vorrangig darauf, die Produktivität zu steigern und neue Märkte zu erschließen. Als ebenso wichtig wird aber auch angesehen, die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern“, berichtet Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Siegen. Neben der Produktivität profitiert laut Studie auch die Innovationskraft von Diversity: Jene Mittelständler, die sich als innovativ ansehen oder jährlich mehr als zehn Neuerungen innerhalb ihres Produkt- oder Dienstleistungsportfolios vorweisen können, besitzen in der Belegschaft meist eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Mitarbeitern mit Migrationshintergrund.

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