Studie „Triebwerk des Erfolgs“: Deutscher Mittelstand festigt sein Wachstum

·         Export bleibt bedeutendes Standbein des Mittelstands

·         Erfolg der Mittelständler liegt in ihrer Innovationsstärke 

Der Mittelstand in Deutschland bleibt ein Wachstumsmotor – das geht aus der diesjährigen Studie „Triebwerk des Erfolgs – der deutsche Mittelstand im Fokus“ hervor, die GE Capital in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn veröffentlicht hat. Demnach steigt hierzulande vor allem der Anteil exportorientierter Mittelständler. Acht von zehn mittelständischen Unternehmen in Deutschland erwirtschaften bereits heute einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes im Ausland. Für die kommenden fünf Jahre planen vier von zehn der Befragten, neue internationale Märkte zu erschließen. Um sich dauerhaft gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten zu können, sind marktfähige Innovationen wichtig. Aus diesem Grund investiert der deutsche Mittelstand im Durchschnitt neun Prozent des Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung. Folglich halten auch rund 70 Prozent der befragten Führungskräfte ihr Unternehmen für „(hoch) innovativ“.

Für die Studie sind im Zeitraum Februar bis März 2015 über 4.000 mittelständische Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 20 Mio. € und 1 Mrd. € sowie einer Mitarbeiterzahl zwischen 125 und 2.500 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien befragt worden. GE Capital bietet als Partner mittelständischer Unternehmen ein breites Angebot an Produkten und Dienstleistungen an, unter anderem in den Bereichen Factoring, Leasing, Investitionskredit, Lagerfinanzierung und Fuhrparkmanagement.  

Weitere Diversifizierung der Exportmärkte

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Mittelstand 17 Prozent aller Umsätze in der Eurozone, gefolgt von den übrigen europäischen Ländern (sechs Prozent), Nordamerika (fünf Prozent) und dem asiatisch-pazifischen Raum (vier Prozent). Derzeit planen 14 Prozent der befragten Unternehmen, ihre Geschäfte nach China auszudehnen. Joachim Secker, CEO von GE Capital in Deutschland: „Mittelständler streben zunehmend nach Asien, der Fokus des internationalen Geschäfts liegt jedoch weiterhin größtenteils in Europa. Für Markterschließungen benötigen Unternehmen neben Innovationen auch Investitionen und einen Finanzpartner mit internationalem Know-how, etwa im Cross-Border-Factoring.“ Zwischen dem Eintritt in internationale Märkte und der Innovationsfähigkeit von Unternehmen besteht offenbar ein Zusammenhang. Große und zumeist exportorientierte Mittelständler schätzen sich als (sehr) innovativ (78 Prozent) ein. Zum Vergleich: Bei den kleinen Mittelständlern sind es 63 Prozent, bei den binnenmarktorientierten 65 Prozent.

Neuerungen und Verbesserungen aus eigener Kraft

Bei den Innovationstätigkeiten zeigt die Studie, dass Mittelständler zumeist aus dem eigenen Unternehmen heraus Neuerungs- und Verbesserungsprozesse vorantreiben – frei nach dem Motto: „Wir können und machen es selbst“. So konnten laut der Studie „Triebwerk des Erfolgs“ drei von vier Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren neue Produkte als Ergebnis ihrer Innovationsanstrengungen auf den Markt bringen. Eine ähnliche Anzahl verbesserte ihre Produkte deutlich. 

Nach Ansicht von Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn, darf jedoch der Fokus nicht allein auf die Innovationen gerichtet werden, die zu konkreten Patenten oder völlig neuen Produkten und Prozessen führen: „In sieben von zehn Unternehmen wurden neue Dienstleistungen generiert, zwei von drei führten neue Prozesse und Verfahren ein bzw. haben diese weiterentwickelt.“ Als den wichtigsten Faktor im Innovationsprozess bezeichnen die Mittelständler ihre Mitarbeiter. „Dabei gilt: Je höher die Produktivität eines Unternehmens ist, desto häufiger geht der Innovationsprozess von den Mitarbeitern ohne Führungsverantwortung aus. Aus diesem Grund betrachten die Mittelständler den zunehmenden Fachkräftemangel auch mit Sorge“, so die Präsidentin des IfM Bonn, die zugleich einen Lehrstuhl an der Universität Siegen innehat.

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