GE Power präsentiert den Sozialpartnern seinen Vorschlag zur Bewältigung der Herausforderungen auf dem globalen Energiemarkt

Dec 07, 2017
  • Der Vorschlag umfasst den Abbau von circa 1'400 Arbeitsplätzen in der Schweiz, sieht jedoch keine Standortschliessungen vor.
  • Die Schweiz ist für GE Power weiterhin von grosser Bedeutung und Baden wird auch künftig Hauptsitz der Geschäftsbereiche Steam Power Systems und Power Services bleiben.
  • Der Vorschlag sichert umfassendes Fachwissen bei der Projektentwicklung, dem Anlagenbau für Gaskraftwerke, dem Bau von Dampfturbinen sowie beim Service für Dampf- und Gaskraftwerke.
  • Der Vorschlag ist Gegenstand des nun beginnenden Konsultationsverfahren mit der internen Arbeitnehmervertretung. 
 

Baden, 7. Dezember 2017 - Heute hat GE Power (NYSE: GE) seinen europäischen Sozialpartnern einen Restrukturierungsvorschlag vorgelegt, der zur Bewältigung der grossen Herausforderungen auf dem Energiemarkt beitragen soll. Die Geschäftsbereiche von GE Power waren und sind mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert, das sich aus verschiedenen Faktoren ergibt, darunter die zunehmende Wichtigkeit erneuerbarer Energien, verbesserte Energieeffizienz, Preisdruck im Strommarkt und stärkere globale Konkurrenz. Der Vorschlag beinhaltet den Abbau von circa 1’400 Arbeitsplätzen in der Schweiz in den kommenden zwei Jahren.

«Ich bedauere es ausserordentlich, dass wir diesen Stellenabbau vorschlagen müssen», so Michael Rechsteiner, Vice President & CEO Power Services Europe und GE Officer. «Wir treffen solche Entscheidungen nie leichtfertig. Aber wir sind überzeugt, dass die Umsetzung dieser Vorschläge uns erlauben wird, unsere Effizienz zu verbessern und die Kosten besser zu kontrollieren sowie ein Kraftwerkgeschäft zu schaffen, das mittel- und langfristig wettbewerbsfähig und erfolgreich ist», erläutert Michael Rechsteiner.

«Die Schweiz bleibt für GE Power von grosser Bedeutung, und Baden wird auch künftig der Hauptsitz für die Geschäftsbereiche Steam Power Systems und Power Services bleiben», so Michael Rechsteiner weiter. Der Vorschlag sichert umfassendes Fachwissen bei der Projektentwicklung und dem Anlagenbau für Gaskraftwerke und sieht ein Team an hochqualifizierten Ingenieuren für die Forschung und die Entwicklung von Dampfturbinen sowie Service- Kapazitäten für Dampf- und Gaskraftwerke vor. Baden soll als Hub für die Wachstumsmärkte ausserhalb Europas dienen. Die Produktionsstandorte Birr und Oberentfelden bleiben erhalten. 

Sinkende Nachfrage nach Kraftwerken und negative Auftragsprognosen

Die schwierigen Marktbedingungen haben die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von GE Power stark beeinflusst. In allen OECD-Ländern ist die Nachfrage nach neuen thermischen Gaskraftwerken drastisch gesunken. Traditionelle Versorgungsbetriebe haben ihre Investitionen aufgrund sich verschlechternder Marktbedingungen und der Ungewissheit in Bezug auf die künftige Klimapolitik stark reduziert.

Die heutige Ankündigung ist Folge der Herausforderungen auf dem globalen Energiemarkt: Die traditionellen Energiemärkte für Gas und Kohle sind rückläufig. Aufgrund von Überkapazitäten, niedrigerer Auslastung, weniger geplanter Servicerevisionen, immer mehr Ausserbetriebnahmen von Dampfkraftwerken sowie dem Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien ist der Absatz unserer Produkte und Dienstleistungen erheblich zurückgegangen. Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, muss GE Power die Kosten in seinen Geschäftsbereichen substantiell verringern. 

Fortführung des bewährten Sozialplans

GE Power ist sich der sehr schwierigen Situation für die Mitarbeitenden bewusst. Wie bereits bei der letzten Restrukturierung 2016 wird GE Power alles daransetzen, um die möglichen Auswirkungen der geplanten Massnahmen auf das betroffene Personal weitestmöglich abzufedern.

«Sollte es zur Umsetzung des geplanten Stellenabbaus kommen, werden wir uns - wie bereits bei der letzten Restrukturierung 2016 - zu einem umfassenden und stark ausgebauten Sozialplan verpflichten. Ebenso würden wir an unserer Philosophie festhalten: Alles daransetzen, für jeden betroffenen Mitarbeitenden einen neuen Arbeitsplatz zu finden», führt Michael Rechsteiner aus. Eine wichtige Rolle würde GEs eigener interner Stellen- und Beratungsservice (ISB) spielen, der bei der letzten Restrukturierung massgeblich dazu beigetragen hat, dass 90 % der betroffenen Arbeitnehmenden eine neue Stelle bereits vor dem definitiven Austritt aus GE fand.

Über GE

GE ist das führende digitale Industrieunternehmen. GE verändert die Industrie durch softwarebasierte Technologien und Lösungen, die vernetzt, reaktionsschnell und vorausschauend sind. Der Wissensschatz von GE ist global und lebt vom ständigen Austausch durch den „GE Store“, in dem alle Geschäftsbereiche ihre Technologien, Strukturen und ihr Wissen weitergeben und auf dieselben Ressourcen zugreifen können. Jede Erfindung treibt Innovationen und Anwendungsmöglichkeiten in unseren Industriezweigen voran. GE spricht die Sprache der Industrie: Mit seinen Mitarbeitern, Services, Technologien und Ressourcen liefert GE bessere Ergebnisse für seine Kunden.
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